Wer einen Maschinenpark auflöst, rechnet meist mit Interessenten aus der Region. Die Zahlen der Versteigerung aus dem Bestand der Schlauri & Holenstein AG Hoch- und Tiefbau sprechen dagegen. Der dritte Auktionstag mit 133 Losen aus dem Bauhof in Zuckenriet schloss am 22. Oktober. Dome Auctions hat uns die Beteiligungszahlen zur Veröffentlichung freigegeben.

Die Zahlen

258 Interessenten haben die Auktion beobachtet. 123 davon haben mitgeboten, aus insgesamt 19 Ländern. Abgegeben wurden 1.446 Gebote. Am Ende erhielten 53 Bieter einen Zuschlag. (Quelle: Dome Auctions)

Was daraus zu lesen ist

Drei Verhältnisse sind für jeden interessant, der selbst einmal auf einer solchen Plattform bietet oder verkauft.

Rund elf Gebote je Los. 1.446 Gebote auf 133 Lose heisst, dass im Schnitt mehrfach nachgelegt wurde. Das ist kein Abverkauf, bei dem einer ein Gebot abgibt und wartet, sondern ein Bietverlauf mit Gegenwehr. Für den Verkäufer ist das die relevante Zahl: Nicht die Zahl der Beobachter entscheidet über den Preis, sondern ob mehrere dasselbe Los wollen.

Knapp die Hälfte der Bieter geht leer aus. 53 von 123 haben etwas bekommen, 70 nicht. Wer bei solchen Auktionen plant, ein bestimmtes Gerät zu ersetzen, sollte also nicht auf ein einzelnes Los setzen.

19 Länder bei einem Standort im St. Galler Rheintal. Das ist der Punkt, der die verbreitete Annahme widerlegt. Der Markt für gebrauchtes Baustellengerät ist nicht regional, und der Wettbewerb um ein Los kommt nicht nur aus dem Nachbarkanton. Für Betriebe, die auf einen günstigen Zuschlag hoffen, bedeutet das mehr Konkurrenz als erwartet; für Betriebe, die auflösen, einen grösseren Käuferkreis als gedacht.

Was im Bestand war

Der Umfang erklärt einen Teil der Reichweite. Neben Raupenbaggern von Takeuchi und einem Morooka-Raupenkipper stand ein Condecta-C-2610/29-Turmdrehkran zur Versteigerung, dessen Kranabschnitte und Gegengewichte in separaten Losen liefen. Ein Drittel aller Lose bestand aus Auftragnehmermaterial — 755 Schalungsbalken, 295 Stützsäulen und 119 Schalungstafeln in Gebinden. Dazu Abrollcontainer, Hebezeug und ein Container-Lkw.

Gerade die Materialpositionen dürften zur internationalen Beteiligung beigetragen haben: Schalung und Stützen sind standardisiert, über Grenzen hinweg einsetzbar und transportwürdig, wenn die Menge stimmt.

Zum Hintergrund

Die Auktion war der dritte und letzte Tag aus demselben Bestand. Die Abholung in Zuckenriet war auf den 3. bis 5. November angesetzt. Eine weitere Auflösung läuft derzeit auf derselben Plattform: der Maschinenpark eines Bauunternehmens aus Buchs, mit Standort in Grabs, bis zum 19. November.

Hinweis zur Transparenz: Zur Auktion des Schlauri-&-Holenstein-Bestands sind auf diesem Titel zuvor zwei als Advertorial gekennzeichnete, bezahlte Beiträge erschienen. Dieser Beitrag ist redaktionell und nicht bezahlt. Die Beteiligungszahlen stammen vom Auktionshaus und sind von dort zur Veröffentlichung freigegeben.