Hydrauliköl ist das Arbeitsmedium in hydraulischen Systemen. Es überträgt Kraft, schmiert Pumpen und Ventile, führt Wärme ab und schützt vor Korrosion und Verschleiß. Einsatzgebiete sind Industrieanlagen, Pressen, Spritzgussmaschinen, Baumaschinen und Landmaschinen.
Hydrauliköle leisten Druckübertragung mit definierten Reibwerten, hervorragende Schmier- und Verschleißschutzleistung, gute Luftabscheide- und Schaumeigenschaften sowie thermische Stabilität und Oxidationsbeständigkeit.
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ISO VG-Viskositätsklassen
Die Viskosität bestimmt die Auswahl des Hydrauliköls. Gängige Klassen sind: ISO VG 22, 32, 46, 68, 100. Der Viskositätsindex (VI) beschreibt das Temperaturverhalten. Je höher der VI, desto stabiler bleibt die Viskosität bei wechselnden Temperaturen.
HLP: Standard-Hydrauliköl für stationäre Anlagen
HLP entspricht der Norm DIN 51524 und besitzt einen moderaten VI. HLP-Öle sind für konstante Temperaturen mit robuster Additivierung ausgelegt.
HVLP: Mehrbereich-Hydrauliköl für mobile Anlagen
HVLP besitzt einen deutlich höheren Viskositätsindex für bessere Kaltstarts und stabilere Viskosität über den Temperaturbereich. HVLP ist ideal für mobile Hydraulik mit großen Temperaturspreizungen.
HLPD: für Wasser und Schmutz im System
HLPD wird bei systembedingtem Wassereintrag oder Schmutz eingesetzt, etwa in Baumaschinen. Die Detergent-/Dispersant-Additive halten Verunreinigungen in Schwebe.
Bio-Öle und Brandschutzfluids
Bio-Öle (HEES/HEPG) kommen in sensiblen Bereichen zum Einsatz. HF-Fluid wird bei Brandschutzanforderungen verwendet.
Normen und Klassifikationen
Wichtige Normen sind DIN 51524 (HL, HLP, HVLP, HLPD) und ISO 11158 (HL, HM, HV, HG). Sauberkeit wird nach ISO 4406 bewertet. Zinkhaltige AW-Additive bieten starken Verschleißschutz; zinkfreie Formulierungen werden bei empfindlichen Additivsystemen oder Umweltauflagen eingesetzt.
Wartung und Ölpflege
Wichtig sind: Sauberkeit nach ISO 4406 Zielklasse gemäß OEM mit regelmäßiger Partikelzählung; Wassergehalt niedrig halten mit Beachtung der Demulgierbarkeit; passende Filterung mit entsprechenden Feinheiten und Beta-Werten; Ölanalysen zu Viskosität, TAN, Oxidation, Additivzustand und Verschleißmetallen; Luftabscheidevermögen und Schaumminderung beobachten.
Dokumentieren Sie Freigaben und Filterfeinheiten je Anlage. So vermeiden Sie Vermischungen und verkürzen Stillstandszeiten. Wählen Sie Viskosität und Typ stets nach Herstellerangabe – besonders bei mobilen Anlagen und breitem Temperaturbereich.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.






