Die Betonpumpe ist eine Baumaschine, mit deren Hilfe Beton in eine Rohrleitung gepresst und darin über eine gewisse Distanz gefördert werden kann. Bei Verwendung von geeigneten Konstruktionsprinzipien bleibt die Qualität des Betons dabei erhalten.

Moderne Betonpumpen basieren auf zwei Konstruktionsprinzipien: der Hubkolbenpumpe (meist mit Doppelkolben) und der Schlauchpumpe.

Es werden drei Anwendungsformen von Betonpumpen unterschieden:

Fahrmischerbetonpumpe: Ein Fahrmischer mit integrierter Betonpumpe für kleinere Baustellen.

Autobetonpumpe: Eine mobile Variante auf LKW-Chassis mit mehrteiligem, hydraulisch ausfahrbarem Ausleger. Sie eignet sich für Hochhäuser und Brücken.

Stationäre Betonpumpe: Sie wird an einem festen Ort aufgestellt und eignet sich für Großprojekte mit kontinuierlichem Pumpbetrieb über längere Zeiträume.

Die Idee der Betonpumpe entstand 1927, als die Ingenieure Max Giese und Fritz Hell eine energieeffizientere Alternative zum Gießturm suchten. Ihr System reduzierte den Wassergehalt des Betons und ließ ihn schneller und fester abbinden. Damals erreichte man Förderhöhen bis zu 38 Metern und Förderweiten bis zu 120 Metern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die Leistungen zunächst bescheiden: Einfache Betonpumpen mit mechanischem Antrieb schafften maximal 30 Meter Höhe oder 150 Meter Weite. Mit der Entwicklung der vollhydraulischen Doppelkolbenpumpe in den 1970er Jahren konnte die Leistung und Reichweite deutlich verbessert werden.