Ein Lastmomentbegrenzer (Load Moment Limiter, LMI) ist eine sicherheitsrelevante Schutzeinrichtung an Kranen. Er überwacht Lastgewicht, Arbeitsradius, Auslegerlänge und die aktive Krankonfiguration. Aus diesen Werten ermittelt er die Lastmomentausnutzung und vergleicht sie mit den zulässigen Grenzen der Traglasttabelle. Bei Grenznähe warnt das System optisch und akustisch; lastmomentsteigende Bewegungen können abgeschaltet werden.

Ein Lastmomentbegrenzer ist eine Kransicherheitseinrichtung, die das Verhältnis zwischen gehobener Last, Auslegerlänge, Arbeitsradius und Krankonfiguration überwacht, um zu verhindern, dass das zulässige Lastmoment überschritten wird. Er ist ein wesentlicher Schutzbestandteil für Mobilkrane, Turmkrane und andere Hebezeuge. Sein Hauptzweck ist die Verhinderung von Überlastungen beim Heben, Schwenken, Wippen, Teleskopieren und bei Lastbewegungen. Das Gerät unterstützt die Einhaltung von Herstellervorgaben und geltenden Sicherheitsvorschriften.

Ein Lastmomentbegrenzer verwendet Sensoren, um Lastgewicht, Auslegerwinkel, Ausladung und Betriebskonfiguration in Echtzeit zu überwachen. Das System vergleicht diese Werte mit den Tragfähigkeitsgrenzen des Krans. Wenn sich eine Grenze nähert oder überschritten wird, gibt es Warnungen aus und kann unsichere Kranbewegungen automatisch blockieren. Typische Sensorelemente erfassen Hakenlast, Auslegerwinkel, Auslegerlänge, Abstützungszustand und die Krankonfiguration. Bei Hydraulikkranen können Hydraulikdruckaufnehmer lastbezogene Kräfte ableiten, wenn sie anhand der geltenden Traglasttabelle kalibriert sind. Winkelgeber und Längensensoren bestimmen den Arbeitsradius und ermöglichen die Berechnung des tatsächlichen Lastmoments. Zusätzliche Eingangsdaten können Windgeschwindigkeit umfassen, insbesondere wenn Herstelleranweisungen oder Baustellenvorschriften windabhängige Reduzierungen der Tragfähigkeit erfordern.

Ein Lastmomentbegrenzer ersetzt weder Traglasttabelle noch Untergrundprüfung oder fachgerechte Anschlagmittelwahl. Er ersetzt weder eine fachkundige Planung, die korrekte Kranaufstellung, die Beurteilung des Untergrunds, Inspektionen noch die Verantwortung des Kranführers, die genehmigten Betriebsgrenzen einzuhalten.

Ein ordnungsgemäß spezifizierter, installierter, gewarteter und regelmäßig geprüfter Begrenzer trägt zur Verbesserung der Kranzuverlässigkeit bei, indem er die Gefährdung durch unzulässige Lastzustände verringert. Sein Einsatz hilft, Personen, schwebende Lasten, die Kranstruktur und angrenzende Anlagen zu schützen. Der Begrenzer ist als sicherheitsrelevantes System zu behandeln; Störungen, Warnungen, Überbrückungen oder geänderte Einstellungen sind vor der Fortsetzung des Betriebs gemäß dokumentierten Verfahren zu behandeln.